USB Stick verschlüsseln

USB Stick verschlüsseln

Spätestens seit 25.05.2018 ist das Thema Datenschutz inklusive allen Nebeneffekten in aller Munde. Auch die Verschlüsselung von Datenträgern ist wichtiger denn je. Insbesondere bei mobilen Datenträgern wie USB Sticks. Zu schnell könnten die Speichersticks in die falschen Hände geraten. Damit hier möglichst wenig Schaden entsteht, kann man den USB Stick verschlüsseln. Dazu gibt es folgende Möglichkeiten.

Hardware-Verschlüsselung

Der USB Stick bietet eine bereits vorhandene, eingebaute Hardware-Verschlüsselung. Dank einem eingebauten Verschlüsselungs-Chip ist hier die Verschlüsselung per Hardware realisiert, was Vorteile in Sachen Geschwindigkeit und Sicherheit bietet. Nachteil ist der höhere Anschaffungspreis. Beispiele wären der Kingston Data Traveler 2000* mit eigener Tastatur oder der iStorage datAshur Pro*, der zudem noch wasserdicht ist.

Nutzung der Windows Bordmittel

Die Verschlüsselung wird mit der kostenlosen Windows-Funktion durchgeführt. Hierbei ist Voraussetzung, dass der Stick mit dem Dateisystem „NTFS“ formatiert ist. Dies könnt ihr überprüfen, indem ihr im Explorer mit Rechtsklick auf den USB Stick klickt und dann auf „Formatieren“ geht. Wenn unter „Dateisystem“ noch „FAT/FAT32“ steht, müsst ihr „NTFS“ wählen und den Stick neu formatieren – Achtung, alle Daten werden damit gelöscht! Wenn ihr nun einen Ordner auf dem USB Stick verschlüsseln wollt, klickt ihr den Ordner mit Rechtsklick an, wählt „Eigenschaften“ und klickt dann im Register „Allgemein“ auf „Erweitert“. Im nächsten Dialog aktiviert ihr „Inhalte verschlüsseln, um Daten zu schützen“. Bestätigt das Ganze nun mit „OK“ Jetzt müsst ihr noch festlegen, ob auch Unterordner verschlüsselt werden sollen. Dann wieder mit „OK“ bestätigen. Nun beginnt Windows damit, die Inhalte zu verschlüsseln. Das kann je nach Größe und Anzahl der Dateien eine gewisse Zeit dauern. Wenn der Vorgang fertig ist, erscheint noch eine Meldung, dass ihr das Verschlüsselungszertifikat und den Schlüssel sichern solltet. Das ist sinnvoll, denn wenn Zertifikat oder Schlüssel beschädigt werden, habt ihr nie wieder Zugriff auf die verschlüsselten Ordner und Dateien. Also klickt ihr auf „Jetzt sichern (empfohlen)“ und folgt den Anweisungen des Assistenten.

USB Stick verschlüsseln mit Bitlocker

Solltet ihr die „Pro“ Edition von Windows besitzen, habt ihr die Microsoft Verschlüsselungssoftware „Bitlocker“ zur Verfügung. Für USB Sticks und sonstige Wechseldatenträger könnt ihr „Bitlocker to go“ nutzen. Die Verknüpfung findet sich in der Systemsteuerung -> Bitlocker Laufwerksverschlüsselung (am besten in die Suchleiste eintippen). Klickt in der Anwendung dann einfach neben dem USB Stick „Bitlocker aktivieren“ aus. Jetzt müsst ihr bei „Methode zum Entsperren des Laufwerks“ noch ein sicheres Kennwort überlegen. Dieses müsst ihr immer dann eingeben, wenn ihr den USB Stick an einem anderen PC einsteckt und darauf zugreifen wollt. Nun muss noch festgelegt werden, wie der Schlüssel gespeichert werden soll. Es gibt die Option „Microsoft Konto“, „In Datei speichern“ und „Ausdrucken“. Wir empfehlen die beiden letzteren Varianten in Kombination. Wenn die Datei weg ist, habt ihr immer noch den gedruckten Schlüssel, den ihr z.B. in einem Safe unterbringen könntet. Nun müsst ihr noch wählen, ob das gesamte Laufwerk oder nur der derzeit belegte Speicherplatz verschlüsselt werden soll. Danach wählt ihr am besten „kompatibler Modus“ für die Verschlüsselung und klickt auf „Verschlüsselung starten“. Das dauert nun eine ganze Weile, währenddessen den Stick bitte nicht abziehen, sonst könnten Dateien beschädigt werden.

Verschlüsselung mit Veracrypt

Als weitere Verschlüsselungsvariante gibt es das Open-Source-Tool „Veracrypt“. Als inoffizieller Nachfolger von der Software „Truecrypt“ ist es neben Windows auch für Mac und Linux verfügbar. Das Programm erzeugt Container, welche verschlüsselt sind. In diese kann man Ordner und Dateien hineinlegen. Die Container lassen sich unter Windows wie Laufwerke ansprechen. Um auf mit Veracrypt verschlüsselte Inhalte zuzugreifen, muss das Programm selbst auch installiert sein. Dazu bietet es sich an, Veracrypt selbst als „portable Installation“ auf einem separaten USB Stick mitzuführen. Videos zur Anwendung von Veracrypt findet ihr hier (Teil 1) und hier (Teil 2).

Das Tool Rohos Mini Drive

Recht einfach und sicher ist das kostenlose Tool „Rohos Mini Drive“. Hiermit können verschlüsselte Partitionen auf einem USB Stick erstellt werden. Wenn ihr das Tool heruntergeladen habt, könnt ihr unter „USB Stick verschlüsseln“ den entsprechenden Stick auswählen, der verschlüsselt werden soll. Danach müsst ihr ein Passwort wählen und bestätigen. Dies dient nachher zum Entsperren der Partition. Anschließend klickt ihr auf „Disk erzeugen“. Damit wird der verschlüsselte Container auf dem USB Stick erstellt. Auf dem Stick liegen dann 2 Dateien. Mit der „Rohos Mini Drive (Portable).exe“ werden euch dann nach Passworteingabe die entschlüsselten Dateien in einem separaten Explorerfenster angezeigt.

Hier geht es zum USB Stick Test
Tipps & Tricks zur Nutzung

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